Freiraum - Therapieraum
zur Diplomarbeit von Sylvia Siedler
Universität für Bodenkultur Wien
Institut für Freiraumgestaltung und Landschaftsplanung
Es ist unbestritten, dass Pflanzen positiv auf die Psyche wirken. Ein schön gestalteter Grünraum kann als zusätzlicher Lebensraum in unserem Umfeld angesehen werden: Ein Raum, den wir aufsuchen um zu entspannen, Energie zu tanken oder um uns einfach an den Eindrücken zu erfreuen, die durch Duft, Farbe oder sonstige Reize hervorgerufen werden.
Als junger mobiler Mensch ist es kein Problem, verschiedene natürliche Landschaften oder Parkanlagen aufzusuchen, weshalb uns vielleicht die Bedeutung dieser Möglichkeit nicht bewusst ist. Bewohner/innen eines geriatrischen Instituts sind meist körperlich und/oder geistig eingeschränkt und haben deshalb diese Gelegenheit nicht.
Die Lebensqualität der Bewohner/innen kann durch einen Grünraum im Areal verbessert werden; dabei spielt er als Rückzugsmöglichkeit ebenfalls eine große Rolle.
Den Freiraum zusätzlich als Therapieraum zu nutzen, ist das Thema dieser Arbeit, wobei drei Therapien gewählt wurden, die positive Wechselwirkungen zueinander eingehen. Diese Therapieformen versuchen vor allem das psychische Befinden der Patienten/innen auf verschiedenste Weisen zu stärken und gezielt den Krankheitszustand zu verbessern.
Anhand eines praktischen Beispiels, in Form eines Gestaltungsvorschlags für das Geriatriezentrum am Wienerwald, wird eine Planung vorgestellt, welche die Verknüpfung der verschiedenen Therapien vorsieht.
Zielsetzung
Ziel dieser Arbeit ist:
Einen Überblick über drei Therapienformen für geriatrische Patienten/innen (Gartentherapie, tiergestützte Therapie/Aktivität und ein intergeneratives pädagogisches Projekt) zu erarbeiten, die auch im Freiraum ausgeübt werden können. Weiters werden die Wechselwirkungen der Therapien zueinander herausgearbeitet.
Ein Gestaltungsvorschlag einer Freiraumplanung im „Geriatriezentrum am Wienerwald“ zeigt eine Variante, wie ein solcher „verknüpfter Therapiegarten“ aussehen kann.
Durch diese Arbeit möchte ich außerdem die Wichtigkeit von Freiräumen in geriatrischen Pflegeheimen hervorheben und betonen, dass ihre Bedeutung jener anderer architektonischer Einrichtungen gleichkommt.
Inhaltsverzeichnis:
I EINLEITUNG
1 EINFÜHRUNG
2 ZIELSETZUNG
3 METHODIK
4 BEGRIFFSERKLÄRUNGEN
II DIE THERAPIEFORMEN
1.0 GARTENTHERAPIE
1.1 DEFINITION DER GARTENTHERAPIE
1.2 NATUR UND MENSCH
1.3 WIRKUNG DER GARTENTHERAPIE
1.4 ANFORDERUNG AN DIE GARTENTHERAPIE - AUSSTATTUNG
1.5 GESTALTUNGSMATERIALIEN UND GESTALTUNGSASPEKTE
1.5.1 Pflanzen
1.5.2 Wasser
1.5.3 Erde
1.5.4 Stein / Sand
1.5.5 Holz
1.5.6 Formen
1.5.7 Farben
1.5.8 Licht und Schatten
1.5.9 Sichtbeziehungen
1.6 SINNESGÄRTEN
1.6.1 Definition
1.6.2 Einzelne Sinnesgärten
2 TIERGESTÜTZTE THERAPIE
2.1 DEFINITION
2.2 ALLGEMEIN
2.3 WIRKUNG DER TIERGESTÜTZEN AKTIVITÄT
2.4 ANFORDERUNGEN UND AUSSTATTUNG
3 INTERGENERATIVE PÄDAGOGISCHE ARBEIT
3.1 DEFINITION
3.2 ALLGEMEIN
3.3 WIRKUNG DIESER ARBEIT AUF DIE AKTEURE
3.3.1 Kinder
3.3.2 Senioren
3.3.3 Pflegepersonal bzw. Erzieher/innen
3.4 ANFORDERUNGEN UND AUSSTATTUNG
4 WECHSELWIRKUNG DER DREI THERAPIEN
III THERAPIEGARTEN – GERIATRIEZENTRUM AM WIENERWALD
1 GERIATRIEZENTRUM AM WIENERWALD
1.1 ISTZUSTAND - GERIATRIEZENTRUM
1.2 ISTZUSTAND - FREIRÄUME AM PAVILLON IV
1.3 BETEILIGUNG DER PATIENTEN/INNEN UND KINDER
1.4 SCHLUßFOLGERUNGEN
2 DER GESTALTUNGSVORSCHLAG
2.1 GESTALTUNGSPRINZIP/FUNKTIONSKONZEPT
2.2 ERLÄUTERUNGEN ZUM GESTALTUNGSVORSCHLAG
3 ANHANG