Modellgarten für Rollstuhlfahrer e.V.
Inhalt:
• Information
• Konzept des Modellgartens
• aktuelle Arbeiten im Garten
• Anmeldeformular (folgt)
• Der Garten wächst - Bilder von der “Baustelle” (folgt)
Information
Ein Verein stellt sich vor!
Auszug aus der Satzung:
§ 1
Der Förderverein "Modellgarten für Rollstuhlfahrer e.V." mit Sitz in Schonstett hat den Zweck, den bereits bestehenden Garten des Caritasheimes Schonstett rollstuhlgerecht zu gestalten und Bereiche für therapeutische Maßnahmen zu schaffen. Ebenso sollen die bestehenden Parkanlagen in die Gestaltung einbezogen werden, so daß sie der Kommunikation zwischen Heimbewohnern und Dorfbewohnern dienen.
Er verfogt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnittes "Steuerbegünstigte Zwecke" der Abgabenordnung.
§ 2
Der Verein ist selbstlos tätig. Er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.
Die Vorstandschaft würde sich freuen, wenn Sie sich entschließen könnten, unseren Verein in folgenden Bereichen zu unterstützen:
1. Durch Ihre Mitgliedschaft
2. Durch Ihre tatkräftige Mithilfe bei der Verwirklichung unserer Ideen
3. Durch Geld- und Sachspenden
Wenn wir Ihr Interesse an unserem Vorhaben wecken konnten, oder wenn Sie noch Fragen haben, wenden Sie sich bitte an die Beschäftigungstherapie des Caritasheimes Schonstett, bei Frau Hauthaler, Herrn Stadler oder in der Verwaltung bei Herrn Kratz.
Hauptstr. 21-25
83137 Schonstett
Tel.: 08055/786 Fax.: 08055/1655
Konzept des Modellgartens
Zur Geschichte: Der Garten gehörte zur ehemaligen Lungenheilstätte der LVA, hier wurde er rein als Nutzgarten verwendet. Der Park diente der Erholung und Heilung der lungenkranken Patienten. 1972 wurde die gesamte Anlage von der Caritas übernommen, auch hier diente die Fläche als Nutzgarten. 1987 hörte der letzte Gärtner auf und die Beschäftigungstherapie übernahm den Garten, nun wurde erstmals begonnen, mit drei körperbehinderten Heimbewohnern im Garten zu arbeiten, hier wurden überwiegend Blumen kultiviert. Die Heimbewohner, die sich für die Arbeit im Garten interessierten, wurden immer mehr. Das Gelände war aber nicht für Rollstuhlfahrer geeignet und ist es bis heute noch nicht, was die Mithilfe der körperbehinderten Heimbewohner fast unmöglich macht.
Mit den Heimbewohnern wurden nun Ideen gesammelt, die eine bessere Nutzung des Gartens durch Rollstuhlfahrer ermöglichen sollen, diese Ideen wurden in diesem Konzept berücksichtigt.
Die Finanzierung dieses Gartens übernimmt der Förderverein "Modellgarten für Rollstuhlfahrer e. V.", dieser Verein ist durch das Finanzamt anerkannt gemeinnützig.
Personen, die das Projekt fachlich unterstützen:
- Planung: Fr. Dipl. Ing. Bärbel Gänzle, Prof. Richter (Weihenstephan), Hr. Stein (Gartenfachberater des Landkreises), Hr. Huber (Planungsbüro Evenhausen), Herr Reiserer.
- Bauleitung: Firma Weindl (Bodenkirchen)
- Künstlerische Mitarbeit: Frank Ludwig
1. Infrastruktur
- Mittelpunkt soll ein befestigter Platz (Versammlung, Feste, Veranstaltungen) sein, von dem Wege in alle anderen Bereiche des Gartens führen.
- Die Wege sollen eine Anbindung an das bestehende Gebäude und den Park haben, ebenso soll eine gute Zugänglichkeit zu den Haustierbereichen gewährleistet sein.
- Der Therapiebereich mit dem Gehparcour soll ebenfalls in einer zentralen Lage angesiedelt sein.
- Die Wege sollen so breit sein, daß zwei Rollstühle aneinander vorbei können, außerdem sollen sie mit mechanischem Geräten (Haustraktor) geräumt und gesäubert werden können.
- Bei der Errichtung der Wege sollen gleich Strom und Wasser berücksichtigt werden.
2. Inhalte
A) Versammlungsplatz:
- Mit Schattenspender (Baum, o.ä.)
- Sitzgelegenheit
- Anlagen zur Beleuchtung und Stromversorgung des Platzes sollen vorgesehen werden.
B) Wege:
- Die Winkel und Ecken an Kreuzungen und Schnittstellen sollen abgerundet werden.
- Die Ränder der Wege sollen mit niederen, abgeschrägten Bordsteinen versehen werden.
- Anlagen zur Beleuchtung der Wege sollen vorgesehen werden.
- Der Belag der Wege soll so beschaffen sein, daß er mit dem Rollstuhl das ganze Jahr über befahren werden kann, es sind auch unterschiedliche Beläge denkbar (Abwechslung).
C) Arbeitsflächen:
- Die bestehenden Frühbeete sollen nach Möglichkeit von ihrer bebaubaren Fläche erhalten bleiben oder aber entsprechend erneuert an einem planerisch besseren Platz errichtet werden.
- 3 Standardflächen als erhöhte Beete, ca. 40 cm hoch, 120 cm breit, diese erhöhten Beete sollen zusammen eine Fläche von ca. 36 m2 ergeben. Dieser Bereich stellt den größten Bereich dar, hier sollen überwiegend Schnittblumen (z. B. Winterharte Stauden) ihren Platz finden
- Ca. 15 m2 Hochbeete, 60 cm hoch, 120 cm breit
- 8 Tröge 60 cm breit und 150 cm lang, Bauweise wie die bestehenden Tröge.
- Tockenmauer für Kräuter, 250 - 300 cm lang, 2 verschiedene Arbeitshöhen.
- 8 unterfahrbare Kästen, 90 cm lang, 45 cm breit, ca.20 cm hoch. Die Fußgestelle dieser Kästen, sollen in der Höhe verstellbar sein.
D) Wasserbereich:
- Der Wasserbereich soll mit verschieden großen Betonringen und den bestehenden Wassertrögen gestaltet werden. Diese Gestaltung des Wasserbereiches, wurde aufgrund der Gefahr, die ein Teich für Rollstuhlfahrer mit sich bringt, diesem vorgezogen.
- Neben dem Teich soll eine Schotterstelle mit den bestehenden Steinplatten entstehen.
- Wasserstelle und Schotterstelle sollen gemeinsam ein Biotop bilden.
E) Naschbereich:
- Möglichkeit, Sträucher und Obstgehölze als Spalier an den Wegen entlang.
F) Bewegungstherapeutischer Bereich:
- Gehparcour siehe Entwurf
- Schaukeln
- Hängematte
- Klettergerüst siehe technische Details
G) "Garten der Sinne"
- Akustische Reize: Z. B. Zaunophon; Windspiele; Summstein
- Chemische Reize: Riechen und Schmecken; Duftpflanzen; Naschbereich
- Taktile Reize: Tasten, Z. B. Greifkasten
- Visuelle Reize: Sehen,
H) Haustierbereich:
- Vorerst soll der Bereich für 2 Schafe ausgerichtet sein.
- Dieser Bereich soll mit einem festen Pferch umgeben sein, einen Unterstand (z. B. die bestehende Umfassung des Misthaufens mit Überdachung), ein Tränkebecken und eine Futterraufe für Heu oder Schnittgras haben.
- später könnten andere Tiere folgen, wie z. B. Hasen, Gänse, Enten u. a..
4. Vorgehensweise:
- Die Infrastruktur, mit den Wegen und dem Versammlungsplatz, ist der erste Teilabschnitt, mit dem begonnen werden soll.
5. Spezielle Wünsche und Anregungen:
- Rosenlaube -; - Trockenblumen -; - "Weinberg" -; - Esel -; - Sonnenuhr -;
- Apothekergarten; - Sommerwiese mit Wildblumen evtl. im Parkgelände -;
- Wetterstation -; - Künstlerecke -;
Aktuelle Arbeit im Garten

Auf dem Bild sieht man einen Bewohner unser Einrichtung bei der mühsamen Arbeit in Bodennähe

Die vom Verein bereits beschaften Pflanztröge, bieten eine erste Erleichterung, bei der Arbeit vom Rollstuhl aus

Bei der zuvor erbrachten harten Arbeit, bereitet die Ernte besonderes Vergnügen.

Grosse Freude bereiten die Beerensträucher, an denen man herrlich Naschen kann.

Die Haustiere bereiten gerade den schwerer Behinderten Bewohnern unserer Einrichtung großen Spass