Die Aussaat
An dieser Stelle sollen Schritt für Schritt die gärtnerischen Arbeiten erläutert werden. Das schrittweise Vorgehen ist dabei auch im Umgang mit Patienten oft sinnvoll. Die einzelnen nachfolgenden Arbeiten sind somit in der Art aufgeteilt, daß sie sich je nach Anspruch unterschiedlich weit aufsplitten lassen:
1. Material bereitlegen
benötigt werden das Saatgut, ein geeignetes Aussaatgefäß, geeignete Erde, ein Sieb, ein Etikett sowie ein geeigneter Schreiber
2. Saatkiste herstellen
2.1. Erde wenn nötig feinkrümeln
Häufig ist die Erde sehr klumpig und fest, dann sollte sie zunächst feingekrümelt werden. Bei einigen Aussaaten ist es zudem sinnvoll das Substrat aus verschiedenen Erden , wie Sand, Ton, Blumenerde etc. zu mischen.
2.2. Saatkiste zur Hälfte mit Erde füllen
Mit dem Substrat wird die Saatkiste zunächst nur bis zur Hälfte schichtweise aufgefüllt
2.3. Die Ränder der Kiste leicht andrücken
Mit zwei Fingern wird nun entlang des Kistenrandes die Erde leicht angedrückt. Dieses hat den Vorteil, daß bei Kisten, die länger stehen, hier nicht durch abfließendes Wasser nach dem Gießen ein eingesackter Rand entsteht.
2.4. Die Kiste bis knapp unter dem Rand füllen
Nun wird die Kiste weiter locker und schichtweise gefüllt
2.5. Oberfäche begradigen
Es ist wichtig ,daß die Oberfläche möglichst eben ist, so daß nach dem Gießen keine “Pfützen” entstehen, in denen sich auch das Saatgut ansammelt. Dieses Einebenen kann durch Abstreifenund /oder durch leichtes Andrücken geschehen.
Zuletzt wird die Oberfläche dünn abgesiebt.
3. Samen aussäen
3.1. Samentütchen öffnen
Das Saattütchen am oberen Rand festhalten und schütteln, so daß der Inhalt nach unten geschüttelt wird, dann den oberen Rand abschneiden oder reißen. Dabei darauf achten, daß man später noch den Text lesen kann.
Eine eventuell vorhandene Innentüte ebenso öffnen
3.2. Aussaat vorbereiten
Soll in Reihen gesät werden , so werden diese in der angegebenen Tiefe in die Kiste gezogen
3.2.a (Aussaat aus der Tüte)
Die Saattüte zwischen Daumen und Mittelfinger greifen. Dann vorsichtig über die Saatkiste halten. Durch leichtes Wackeln oder durch Antippen mit dem Zeigefinger das Saatgut langsam herausrütteln
3.2.b.(Aussaat von Teller)
Das Saatgut auf einen flachen Unterteller oder eine kleine Schale schütten. Mit zwei Fingern jeweils ein oder wenige Saamenkörner nehmen und auf die Saatkiste säen.
3.3. Aussaat
Bei der Aussaat vor Allem darauf achten, daß das Saatgut möglichst gleichmäßig verteilt wird. Oft ist es eine Hilfe das Saatgut zuvor mit Sand zu mischen. Durch dieses “Strecken” wird es einerseits gerade bei sehr feinem Saatgut einfacher dieses gleichmäßig auszubringen, andererseits sieht man den hellen Sand auf der Saatkiste auch besser, so daß eine Kontrolle der eigenen Arbeit erleichtert wird.
4. Saatkiste fertig bereiten
4.1. Saathinweise durchlesen
Die Bedingungen unter denen Pflanzen keimen sind sehr unterschiedlich. Und wenn auch im therapeutischem Alltag warscheinlich keine der “Exoten” gesät werden, die Feuer oder Frost benötigen, so gibt es dennoch genügend zu beachten. Oftmals hilft es , die Informationen vom Samentütchen abzuschreiben.
4.2. Saat behandeln
Hier ist besonders zu beachten , ob das Saatgut mit Erde abgedeckt werden muß
4.3. Saatkiste aufstellen
Dann ist der richtige Platz zu wählen : Wichtig sind Temperatur, Licht usw.
4.4. Etikett schreiben
Zuguterletzt sollte jede Saatkiste mit einem Etikett versehen werden. Es sollte zumindest folgende Informationen enthalten:
• Name der Pflanze
• Aussaatdatum
• evtl. Name des “Gärtners”