Der Arbeitskreis Garten und Therapie Ost

Dem allgemeinen Bedürfnis des Austausches und mit der Absicht auf gegenseitige Anregungen trafen sich 1999 in Berlin zum ersten Mal eine Gruppe von Leuten unter dem Thema Garten und Therapie.

Seitdem treffen wir uns nach Absprache und sind offen für neue Teilnehmer, Ideen und Initiativen.

Wir haben verschiedene Ausbildungen, wie z.B. Ergotherapeuten, Sozialpädagogen, Heilerziehungspfleger, Gärtner oder sind noch in der Ausbildung. Daraus ergeben sich ebenso unterschiedliche Berufserfahrungen auf dem Gebiet der Arbeit mit Menschen mit Behinderung oder seelisch Kranken. Alle aber verbinden wir in der Arbeit die Themen Garten und Therapie miteinander.

Hauptsächlich kommen die Teilnehmer aus Berlin, dem Umland, aber auch aus Dresden.




Ein Teil unserer Gruppe nahm an dem Workshop 2000 in Verden teil und baute dort erste Kontakte auf. Der Schwerpunkt unserer Gruppe liegt momentan in der Vorstellung der einzelnen Einrichtungen, Fallbesprechungen und Exkursionen zu Einrichtungen im Umland.

Desweiteren wird von den Gärtnern Hilfe bei praktischen Problemen angeboten, wie Baumschnitt, Pflanzempfehlungen, Standortprobleme etc.




Termine 2004:

8. Mai 04
10h Führung durch die WfbM Rohrlack danach Zeit zum Erfahrungsaustausch, Fallbesprechungen

Sehr geehrte AK-GUT-Ost - Interessenten,
am Samstag ist nun wieder ein Treffen. Diesmal in Rohrlack und ich möchte euch die Wegbeschreibung schicken. Kurz zuvor noch als Anregung und Frage an alle, ob zu folgendem Thema Erfahrungen oder Ideen vorhanden sind: "Stellenwert der Gartentherapie in der Gesamtstruktur einer Einrichtung und Möglichkeiten zur Steigerung der Anerkennung/ des Bewußtseins der Gartentherapie". Das möchten wir gerne nach der Führung in Rohrlack diskutieren.

Und nun die Wegbeschreibung: Mit dem Pkw über die A 24 (Richtung Hamburg) bis Ausfahrt Neuruppin; von dort in Richtung Kyritz bis Wildberg; in Wildberg nach Rohrlack abzweigen. Wir treffen uns am Sternhof in der einzigen Innenkurve. Mit der Bahn kommt man bis Wildberg. Von dort muß man abgeholt werden. Sagt mir bitte Bescheid, vielleicht können wir das organisieren. Telefonnummer von dort: 033928/900027

Zur Verpflegung wäre es gut, wenn jeder etwas mitbringt. Wir bekommen einenRaum, aber kein Essen. Um 17h Uhr findet dort wohl ein Flötenkonzert statt, falls jemand Interesse hat.

Ich freue mich auf ein Wiedersehen! Gruß Iris.






11. September 04
10h Führung durch die WfbM Waldhof in Templindanach Zeit zum Erfahrungsaustausch, Fallbesprechungen

Liebe Interessenten des AK-Gut Ost,
hier das Protokoll von unserem letzten Treffen:

Treffen des GuT Ost Arbeitskreises am Sonnabend dem 20.09.2003 auf demGut Gaming in Dohna bei Dresden

Teilnehmerinnen :
• Bettina Schmidt
• Ute Kessler
• Veronika Knechtel
• Angela Thorbeck
• Hanna Musielski

Wir trafen uns am Sonnabend dem 20.09.2003 auf dem Gut Gamig, wo uns Bettina Schmidt zirka 3 Stunden über das Gut ( großes sehr interessantes Gelände mitspannender Geschichte ) und durch die Werkstätten führte ( z.B.Möbelkorbflechterei, Möbelrestauration, Textil, Ergo, Garten, Vieh ).

Wir waren alle sehr angetan von dem herrlichen und sehr abwechslungsreichenGelände, Teil eines ehemaligen Landschloßparkes, von den Obstplantagen, dem großen Gemüse und Kräutergarten der von Bettina Schmidt und der Gartengruppe betreut wird. Mittagspause machten wir in dem dortigen Cafe und hatten so Gelegenheit zum Austausch. So bekamen wir einen guten Einblick in die alltäglichen Arbeiten und deren Organisation, in der Thematik der Vermarktung ( Abolisten, Märkte ... )

Am Nachmittag stellte Ute Kessler, Landschaftsarchitektin aus Dresden, ihre Diplomarbeit vor. Sie hatte sich mit dem Gut Gamig besonders im Bezug auf die Freiraumsituation und Gartentherapie beschäftigt, viele Gestaltungsideen der verschiedensten Themen und Ebenen entwickelt und deren heilende Wirkung gerade für psychisch erkrankte Menschen herausgearbeitet. Wir hatten sehr spannende, bereichernde Gespräche zu diesen Ideen und Entwürfen am Beispiel von Gut Gamig und konnten aus der Beschäftigung damit viele Anregungen mitnehmen, die in die Arbeit in unserer Einrichtung einfließen könnten.

Herzlichen Dank noch einmal an Bettina und Ute für diesen interessanten undbereichernden Tag auf dem Gut Gamig.

14.10.2003
Hanna Musielski







Hallo AK-GuT-Ost - Interessenten,
zur Weihnachtszeit ein Gruß von uns mit den neuen Terminen für das nächste Jahr. Dieses Jahr war für uns ja sehr spannend mit dem Kongress Garten und Therapie in Bad Lippspringe, der viele interessante Beiträge hatte und neue Impulse gab.

Und nun zum Jahr 2003:

• Samstag, 1. März 2003 ­ Mosaik Werkstätten für behinderte Menschen gGmbH, Ökohof Kuhhorst, 10 Uhr   Führung mit Herr Brisch, danach Erfahrungsaustausch und bei Bedarf Fallbesprechungen

• Samstag, 20. September 2003 ­ Gut Gramig e. V. in Dohna bei Dresden, 10 Uhr Führung mit Bettina Schmidt;   Vorstellung der Diplomarbeit von Ute Kessler:

"Ich bin Landschaftsarchitektin aus Dresden und habe mich im Rahmen meiner Diplomarbeit intensiv mit dem Thema Gartentherapie beschäftigt. Dabei ging es mir besonders um die Nutzung der heilenden Wirkung verschiedener Freiraumsituationen und Tätigkeiten im Freien im Rahmen eines ganzheitlichen Therapiekonzeptes für psychisch Erkrankte.

Dabei ging es mir unter anderem darum, mit Hilfe von Topographie, Farbe, Material und Wuchsformen verschiedene Freiraumsituationen zu schaffen, die den wechselnden individuellen Bedürfnissen entgegegenkommen. Zusätzlich entwickelte ich eine Ideenliste für temporäre Freiraumaktionen, Feste und Beschäftigungen, die zum Aufenthalt im Freien ermuntern sowie zur Auseinandersetzung mit undInteresse an der Umwelt verlocken.;danach Zeit für Erfahrungsaustausch

• Sonntag, 16. November 2003 - AK-GuT-Ost Jahresauswertung und ­neuplanung für 2004 in Berlin bei Josefine   Grimmer 20 Uhr

Wir freuen uns auf interessante Treffen mit euch und wünschen euch eine gute Weihnachtszeit und einen fröhlichen Rutsch in ein gesundes und schönes Jahr 2003!

Eure Angela, Josefine, Hanna und Iris.

Pankow, den 10. Dez. 02






Protokoll des Treffens des Arbeitskreises am 25. September 2004 im Waldhof Templin, zur Stephanus-Stiftung gehörend

Teilnehmer:
• Josefine Grimmer
• Constanze Gronski
• Dana Schenk
• Iris Arndt

die Führung vor Ort machten der Leiter der Abteilung Garten Andreas Butzke und eine Gruppenleiterin aus dieser Abteilung Andrea Uhde

Die Geschichte des Waldhofes begann vor 150 Jahren als ein Knabenrettungshaus für schwer erziehbare Jungen. Nach dem 2. Weltkrieg wurden körperlich behinderte Menschen dort aufgenommen.

Heute umfasst der Waldhof 3 Bereiche: Wohnen mit Heimen und ausgelagerten Wohngruppen in Templin, eine Integrationsschule und eine Werkstatt für behinderte Menschen.

Wir konzentrierten uns auf die Werkstatt. Dort arbeiten zur Zeit 270 Betreute in verschiedenen Bereichen, wie Wäscherei, Gartenpflege/ Gärtnerei, Montage, Holz-, Metallwerkstatt und Küche. Die betreuten Menschen kommen zu 50% von außerhalb und zu 50% aus den Wohnheimen.

Im Garten arbeiten in der Gartenpflege 8 Betreute und 1 Betreuer; in der Gärtnerei 34 Betreute und 3,5 Betreuer und für die Technik und die Bewirtschaftung der landwirtschaftlich genutzten Fläche 1 Hausmeisterstelle. In der Gärtnerei gibt es einen kleinen Laden, der durch die Betreuer betrieben wird.

Tagesablauf: Arbeitseinteilung für die betreuten Menschen ist um 7.30h.

Die Besonderheit ist, dass keine klare Gruppenzuordnung in der Gärtnerei existiert, so dass jeden Tag die Gruppen den Arbeiten entsprechend neu gebildet werden. Frühstück gibt es von 9-9.30h, Mittag von 12-13h, Arbeitsende von 15-15.30h.

Den Rundgang begannen wir im Gebäude - Umkleideräume, ein großer Arbeitsraum mit mehreren Tischen zum Topfen. Dann ging es in die Gewächshäuser - Glas 200m2, Folie 500m2. Dort werden von Febr. - März Beet- und Balkonpflanzen, sowie Gemüsepflanzen (Kohlrabi, Sellerie, Porree, Salat) angebaut. Verkaufssaison ist Anfang Mai. Die Betreuer arbeiten dann bis 18h und Samstag mit Freizeitausgleich um die Öffnungszeiten des Ladens zu verlängern. Die Heizkosten sind zur Zeit noch sehr hoch. Nach dieser Saison wird die Gewächshausfläche mit Tomaten, Gurken und zur Zeit noch Topfpflanzen genutzt. Die gesamte Bewässerung erfolgt manuell.

Dann ging es zum Kompost. Dort werden die Abfälle des Waldhofes verarbeitet, obwohl es zu meiner Verwunderung wohl keine Bio-Tonne dort gibt. Durch eine umgebaute Kartoffelsortiermaschine kann ein großer Haufen am Tag gesiebt werden und nur ein Mann muß aufschippen. Ein Förderband fährt die Erde auf einen Haufen. Die Erde wird ab Hof verkauft. Die Nachfrage ist größer als das Angebot. Der Schnittabfall wird geschreddert und auch kompostiert. Das sind Arbeiten für arbeitsarme Zeiten.

Im Winter wird Schilf geschnitten und in arbeitsarmen Zeiten zu Schilfmatten verarbeitet.

Weiter ging es zur Freilandfläche 1 ha. Dort werden zur Zeit Blumen angebaut zum Verkauf im Laden, Gemüse, Baumschulware und ein kleiner Schaugarten befindet sich auf diesem Gelände mit Senkgarten und erhöhtem Garten und einer kleinen Teichanlage. Ein kleiner Teil der Fläche wird von den 3 Fördergruppenleuten aus der Gartengruppe mit Betreuer bewirtschaftet. Der Laden wird zum großen Teil durch die halbe Stelle bewirtschaftet - Sträuße binden, ebenso können Kranzschleifen bedruckt werden.

Dann ging auf den Acker. Ein weiteres Standbein ist die Tabakproduktion. Nur durch Zufall kam die Idee, durch einen Artikel in der Zeitung. Und nun werden dort auf 2 ha Tabak angebaut und vor Ort per Hand getrocknet. Das ist ein langer Prozess. Zuerst müssen die Blätter nach unterschiedlicher Qualität geerntet werden. Das heißt 3-4x wird durch den Bestand gegangen - die Bodenblätter, Sand-, Mittel- und die obersten Blätter sind die wertvollsten. Es kann nur bei Trockenheit geerntet werden. Die Blätter werden auf den Hof gefahren, dort auf ein Band gelegt, zusammengenäht und dann in eine große Scheune gehängt. Sind sie dann trocken muss der Faden wieder entfernt werden, die Blätter werden in Kisten gestopft und zu Ballen gebunden. In so einem Ballen steckt unwahrscheinlich viel Arbeit. Aber es erschien uns als eine schöne runde Sache, als Arbeit für die Betreuten, von der Ernte an, mit schwarzen Fingern und Sachen vom Teer, bis zum Abnehmen der trockenen Blätter bei kaltem Wetter, damit diese nicht zu feucht werden. Ein gewisser Absatz ist garantiert, mehr wird nicht geschafft. Da ist ein begrenzender Faktor auch die vorhandene Fläche zur Trocknung.Nachdem vor ein paar Jahren die Landwirtschaft aus Gründen der Unwirtschaftlichkeit geschlossen wurde, übernahm die Gärtnerei die Produktion von Kartoffeln zum eigenen Verbrauch des Waldhofes und zum Verkauf zur Einkellerung. Ein großes Ereignis ist das Kartoffellegen, an dem auch Betreute aus anderen Bereichen teilnehmen, in vorgefertigte Löcher werden die Kartoffeln geworfen. Im Herbst kommen die Kartoffeln teils in eine Miete, teils verkauft als Einkellerungskartoffeln,

Wieder zurück bei einer Pizza, bestellt bei einer Pizzeria aus Templin, konnten wir die vielen Informationen erst einmal verarbeiten. Danach bat uns Herr Butzke um Ideen zur Erweiterung des Angebotes und zu einer Meinung zum Bestehenden. Dabei kamen noch ein paar wichtige Grundsätze seiner Arbeit mit den Behinderten dazu: Jede Arbeit soll wirtschaftlich sein, auch die Arbeiten im Winter. Zur Motivation sollte der Betreuer an Knotenpunkten arbeiten - Bsp. Beim Topfen topft der Betreuer, damit regelmäßig Erde und Töpfe herangeschafft werden müssen und fertige Töpfe weggefahren werden können und es keinen Stau gibt.

Auf die Frage nach der Dokumentation erzählten die Beiden, dass erst seit kurzem durch die Gruppenleiter dokumentiert wird. Dafür hat Herr Butzke eine Tabelle der zu verrichtenden Arbeiten erstellt, auf der jeden Tag für jeden Betreuten mit einem Kürzel notiert wird, was getan wurde. Alle 1-2 Jahr muss ein Entwicklungsbericht geschrieben werden und die Förderpläne wurden bis jetzt vom begleitenden Dienst ausgefüllt. Für die betreuerische Seite der Arbeit scheint es wenig Unterstützung zu geben.

Für die wirtschaftliche Seite gibt es für die Werkstatt 2 Arbeitsbeschaffer, die durch die Gartengruppe wenig genutzt werden. Der Schwerpunkt dieser Gartengruppe liegt auf der Produktion und hat dort mit dem Frühjahrsverkauf, dem Blumen- und Erdverkauf, der Tabakernte und -trocknung und der Kartoffelernte einen schönen Jahresrhythmus gefunden, in dem die Betreuten Bestätigung ihrer Arbeit durch den Kundenzulauf finden können,


An Frau Uhde und Herrn Butzke vielen Dank für die Führung und die Erklärungen zu diesem doch sehr umfangreichen Gebiet. Vielleicht konnten wir ja doch ein paar Anregungen dort lassen.

Wir sind jetzt an der Planung für nächstes Jahr. Wenn ihr einen Vorschlag habt sagt Bescheid. Noch schöner ist es natürlich, wenn selber jemand Lust hätte, ein Treffen zu organisieren.

Tschüs, Iris Arndt.






Liebe AK GuT-Ost Interessenten,
heute hatten wir unser Treffen im Garten der exotischen Kräuter in Teltow. Ich möchte für alle die nicht kommen konnten einen kurzen Rückblick geben:

Treffen im Garten der exotischen Kräuter in Teltow

Teilnehmer:
• Julia Kemna
• Bettina Schmidt
• Bettina Herzfeld
• Silvia Wermke, Matthias
• Andrè Prade
• Iris Arndt
• Angela Thorbeck
• Matthias Heyer

am 18. September 2005


Der Garten wird von Herrn Dr. Moshiri geleitet und er beschreibt ihn in seinem Werbezettel folgendermaßen.:

Kurz vor der Stadtgrenze Berlins, in Teltow hat sich der exotische Kräutergarten angesiedelt. Hier werden über 400 exotische Kräuter, zahlreiche Wildkräuter und mehr als 90 verschiedene Kürbisse produziert.

Gärten sind seit Jahrtausenden ein Teil der persischen Kultur. Die Überzeugung von der positiven Wirkung der Kräuter auf unsere Gesundheit und die Vorliebe für die Arbeit mit Pflanzen und Muttererde veranlassten mich bereits vor vielen Jahren den exotischen Kräutergarten anzulegen. Dies zeigt sich ebenfalls in einem hohen therapeutischen Effekt in der Arbeit mit behinderten Menschen.Die Pflege des Gartens und ein Teil der Vermehrung erfolgt in Zusammenarbeit mit Beschäftigten der Teltower Diakonischen Werkstätten.

Unsere Produkte und Dienstleistungen:

Saatgut, Kräuteressige und -öle, Kürbisse, Seminare/ Führungen, Kochkurse, Anlegen oder Gestaltung von Kräutergärten, Kunsthandwerke, Persische Nomadenarbeiten


Heute hatte der Kräutergarten nun zum Kürbisfest eingeladen und schon beim Eintreten in das erste Gewächshaus überwältigte den Besucher die Vielfalt der Kürbisse. Ungewohnter Weise ist das Gewächshaus mit Teppichen an den Seiten geschmückt. In den Beeten stehen Vasen. Vorne beim Verkauf kann man verzierte Kacheln kaufen. Nachdem wir uns bekannt gemacht hatten, einige kannte ich ja nur vom Mailen, gingen wir auf Entdeckungsreise. Vor allen Dingen schauten wir uns die winterharten Kräuter an. Teilweise mussten die Pflanzen unter dem Wildwuchs gesucht werden, doch konnten wir interessante Pflanzen finden - verschiedene Minze-, Thymian-, Salbei-, Majoran-, Basilikum- Sorten und viele Kräuter mehr. Zu 12h sammelten wir uns dann zur Führung. Herr Moshiri erzählte über die verschiedenen Kürbissorten und ihre Verwendung und die mögliche Zubereitung mit Kräuterbeispielen. Da gab es den Sweet Dumpling - süßlich schmeckend, die Pattisson, den Butternut, den Schlangenkürbis, den Muskatkürbis, die Bischofsmütze, Zierkürbisse und viele mehr. Es wurden außerdem Angaben zur Haltbarkeit und zur Biologie der Kürbisse und der einzelnen Sorten gemacht. Bettina aus Dresden empfahl mir noch den Spaghettikürbis, der im Ganzen gekocht wird. Wird er dann aufgeschnitten hat das Fruchtfleisch innen Fasern und sieht aus wie Spaghetti. Besonders für Kinder ist das wohl mal ein anderes Spaghettigericht! So ging es zum nächsten Gewächshaus, in dem dann noch eine Basilikumsorte vorgestellt wurde und wir das Süßkraut Stevia kosten durften, die Blätter schmecken sehr süß und können auch zum Süßen von Tees oder Gerichten verwendet werden. Zum Schluss der Führung konnten noch Fragen gestellt werden. Herr Moshiri erzählte, dass die Gewächshäuser von den Diakonischen Werkstätten nach der Wende errichtet wurden. Er hat den Kräutergarten vor 3 Jahren eingerichtet und verkauft vor Ort und nach Berlin. Er hat sich auf die exotischen Kräuter spezialisiert, die beim Verkauf dann entsprechend mehr kosten. Für die behinderten Mitarbeiter ist ein Betreuer von den Diakonischen Werkstätten zuständig. So konnte uns Herr Moshiri darüber nicht so viel erzählen. Er zeigte uns aber eine interessante Vermehrungsmethode für Kräuter. Es ist ein Kasten, in dem eine Nährlösung ist. In den Deckel sind Löcher gebohrt, so dass die Stecklinge mit dem unterem Teil des Stengels in der Nährlösung hängen. Dort wurde gerade Pfefferminze bewurzelt. Ansonsten war Herr Moshiri sehr interessiert auch an den Besuchern und fragte auch uns aus. So erzählte Matthias über den Wildkräuterverkauf seines Betriebes. Und Bettina über ihre Erfahrungen mit den Kürbissen. Nachdem uns keine weiteren Fragen einfielen suchten wir uns ein ruhiges Plätzchen. Der Garten ist nach dem was wir gesehen haben nicht so groß und gut überschaubar. In den Gewächshäusern ist viel Platz für die Wege. Wir unterhielten uns über andere Anbieter von Kräuter: Syringa (www.syringa-samen.de), Rühlemanns (www.ruehlemanns.de), Dieter Gaißmaier www.staudengaissmayer.de).

Angela empfahl für die Suche im Netz noch die Adresse www.gartenlinks.de.

Wir nahmen uns vor, wieder Pflanzen auszutauschen. Dazu könnten wir uns über Mail informieren, wenn jemand Pflanzen abgeben möchte.Es wurde über den Workshop in Grüneberg gesprochen. Und der Vorschlag von Andreas Niepel für die Grünberger Gartentherapietage 2006 herumgereicht. Es wurde dabei klar, dass für Menschen in diesem Arbeitsbereich wichtig ist, an einem konkreten Fall zu hören, wie die Gartenarbeit mit dem behinderten Menschen durchgeführt wird. D. h. die Fallbesprechung und die Arbeit mit konkreten Beispielen wäre für uns ein wichtiges Thema.Voll von Gerüchen und den süßen Geschmack von der Stevia noch auf der Zunge verabschiedeten wir uns.


Für das nächste Treffen im nächsten Frühjahr standen zwei Möglichkeiten zur Auswahl - wieder ein Kräuterbetrieb in der Nähe von Feldberg oder die interkulturellen Gärten in Berlin. Das kommt dann als Info wieder zu euch, wenn der Termin feststeht.

Viele Grüße Iris Arndt.